1103
Das Kloster St. Lambrecht wird von Herzog Heinrich von Kärnten "mit allen Rechten im Pybertal" (Kainachtal) "begabt". Dadurch wird das heutige Köflach dem Kloster St. Lambrecht "zugehörig und untertan".

1170
1. Markterhebung durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

1180
Eingliederung des heutigen Bezirkes Voitsberg in das neue Herzogtum Steiermark (Styriae).

1307
Zurückdrängung Köflachs in den Status eines "untertänigen Dorfes" nach der Verleihung von Handels- und Mautprivilegien an den Markt "Voytsperch" (Voitsberg).

1470
Bestätigung der Marktrechte durch Kaiser Friedrich III. Das Marktrecht wird aber, da es nur in einer Kopie vorliegt, bestritten. Ein jahrhundertelanger Konflikt zwischen dem "herrschaftlichen Markt" Köflach, das dem Stift St. Lambrecht angehört, und der landesfürstlichen Stadt Voitsberg bricht aus.

um 1500
In Köflach bestehen schon sechs Mühlen, drei Tavernen, zwei Schmieden, mehrere Kürschner neben Handwerkern wie Schuster, Weber, Bäcker, Fleischhauer usw. Man zählt 59 "Besitzungen".

1634
Die Pest fordert in Köflach mehr als 100 Opfer. Die Kirche wird nach einem Blitzschlag "schwer erschüttert und arg verwüstet".

1637
2. Bestätigung der Marktrechte.

1640
Die Pest entvölkert den heutigen Ortsteil Piber fast völlig. Die Rinderpest löst ein großes Viehsterben aus.

1643
Der Stiftsbauer von St. Lambrecht, Cyprian Sciassia, wird mit dem Bau einer neuen Kirche beauftragt.

1649
Nach Fertigstellung des Rohbaues der Kirche ärgert sich Sciassia über Kritik, dass das Gotteshaus "für Köflach viel zu groß, zu prächtig und zu teuer sei". Er überlässt seinem Bruder Domenico die Vollendung des Baues.

1692
Die Kirche wird geweiht. Der Bischof spendet aus diesem Anlass 1700 Personen das Sakrament der Firmung.

1699
3. Bestätigung der Marktrechte Köflachs durch Kaiser Leopold. Der Streit mit Voitsberg geht trotzdem weiter