Die Bezeichnung Köflachs als Stadt der weißen Pferde geht auf eine der wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Österreichs zurück. Im Köflacher Ortsteil Piber liegt nämlich das Lipizzanergestüt Piber, das sich der Zucht der ältesten Kulturpferderasse Europas widmet.

Schloss und Kirche Piber

1580 gründete Erzherzog Karl II. im Dorf Lipizza bei Triest ein Gestüt, in dem vor allem spanische und neapolitanische Pferde gezüchtet wurden. Mehr und mehr wurden die Lipizzaner in der 1572 gegründeten „Spanischen Hofreitschule" als Repräsentationspferde des österreichischen Hofes eingesetzt.

Mit der Donaumonarchie endete 1918 auch die österreichische Pferdezucht in Lipizza. Damals fanden die edelblütigen weißen Pferde ihre Heimat im Gestüt Piber, das bereits seit 1798 für die kaiserliche Armee Reitpferde züchtete.

Die Abstammungsnachweise der bis heute gezüchteten sechs Hengststämme dieser edlen Rasse lassen sich übrigens lückenlos bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Mit der Donaumonarchie endete 1918 auch die österreichische Pferdezucht in Lipizza. Damals fanden die edelblütigen weißen Pferde ihre Heimat im Gestüt Piber, das bereits seit 1798 für die kaiserliche Armee Reitpferde züchtete.

Kutschenfahrt. Foto Bundesgestüt Piber/Spanische Hofreitschule

Auf den weststeirischen Wiesen erlangen die weltberühmten Akteure auch heute noch ihre Trittfestigkeit für die Spanische Reitschule in Wien.

Nur eine kleine, erlesene Auswahl der imposanten Tiere wird auf ein „Künstlerdasein" vorbereitet. Bei Gestütsführungen wird den zahlreichen Besuchern aus aller Welt strömen auf eindrucksvolle Weise alles Wissenswerte über die Lipizzaner nahegebracht.

Konzert im Schloss Piber

Piber ist aber mehr als nur ein besonderes Gestüt. Der Mittelpunkt dieses Ortsteiles von Köflach ist ein zwischen 1696 und 1716 vom italienischen Architekten Domenico Sciassia erbautes Renaissanceschloß.

Heute birgt das Schloss ein Lipizzanermuseum und steht mit seinem prachtvollen Arkaden-Innenhof als Veranstaltungsort für Konzerte zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.piber.com