Jäger und Sammler der späten Altsteinzeit hinterließen die bisher ältesten Relikte des Menschen im Raum Köflach. In einer Halbhöhle am Zigöllerkogel wurden Steinwerkzeuge und Tierreste entdeckt, die in die Zeit um 18.000 bis 12.000 vor Christus datiert werden.

Das siedlungsgünstige Becken von Köflach war vermutlich seit der Jungsteinzeit  ohne Unterbrechungen besiedelt und auch die Pässe über die Gleinalm dürften seit frühester Zeit benutzt worden sein. Aus den Höhlen des Zigöllerkogels stammen Funde aus den meisten Zeitabschnitten von der Jungsteinzeit bis in die Römerzeit.

Im Laufe der Jahrtausende veränderte sich die Besiedlung mehrmals und grundlegend; so ist auch zu erklären, dass im Stadtzentrum von Köflach noch keine vorgeschichtlichen Relikte gefunden worden sind.
In der Kupferzeit wurden Siedlungen auf Bergkuppen angelegt, die von Natur aus geschützt sind, z.B. am Heiligen Berg in Bärnbach, Dietenberg bei Ligist und Franziskanerkogel bei Maria Lankowitz. Sie alle gehören der  Lasinja-Kultur an (ca. 4.400 – 3.500 vor Chr.), die über Teile Kärntens, die südliche Steiermark bis Westungarn, Slowenien und das nördliche Kroatien verbreitet war. Die wirtschaftliche Grundlage bildeten, wie auch später noch, Ackerbau und Viehzucht.

Während der frühen Bronzezeit (ca. 2.300 – 1.600 vor Chr.) sind die Siedlungen meist in Tälern angelegt worden, so auch ein Dorf in Pichling bei Köflach, das sich zu beiden Seiten des Lankowitzbaches erstreckte – Siedlungen aus dieser Periode sind in der Steiermark kaum noch erforscht.

Für die späte Bronzezeit (späte Urnenfelderzeit, ca. 1.000 – 750 vor Chr.) ist wiederum die Wahl geschützter Anhöhen zur Besiedlung typisch. Die größeren Höhensiedlungen waren zugleich dicht bebaute regionale Siedlungszentren, wie etwa am Heiligen Berg, Dietenberg und Franziskanerkogel. Fallweise wurden sie noch am Beginn der Hallstattzeit (750 – 450 vor Chr.) oder wieder in der Latène-Zeit („Keltenzeit“, 450 – 15 vor Chr.) benutzt.

Der Heidentempel, eine Höhle im Zigöllerkogel, ist in der Römerzeit wahrscheinlich als Kultstätte benutzt worden (Mithras-Heiligtum?) – die in Österreich einzigartigen Felsreliefs sind leider zerstört.

Für einen Besuch bieten sich die qualitätvollen Römersteine in der Pfarrkirche von Piber an, ebenso wie das Museum der Stadt Köflach mit einer Auswahl interessanter Fundobjekte aus Köflach und Umgebung.